Die Heilige Appolonia
wurde im Mittelalter zur Patronin der Zahnleidenden und später auch zur Schutzheiligen der Zahnmedizin.
Der Jungfrau wurden während einer Christenverfolgung ca 250 n.Chr. in Alexandria die Zähne aus dem Kiefer gebrochen, bevor sie getötet wurde.
Diese Darstellung der Heiligen ist ca aus dem Jahre 1500 und befindet sich in der Kirche von
Hattula in Finnland
Eine Vergrößerung des Speeres, den die Heilige in der rechten Hand hält, zeigt auf der Spitze einen
Backenzahn
Und hier ein Reliquar aus Porto (Portugal), das (vielleicht) den Zahn der Heiligen enthält.
Quelle:wikipedia
Bekannter ist dieses Gemälde von Francisco de Zurbar um 1636, das die Heilige mit
einer Zahnzange und dem Palmwedel als Zeichen des Sieges zeigt. Quelle: wikipedia
Aber auch ein Naturglaube spielte bei der Hoffnung auf die Beseitigung von Zahnschmerzen lange Zeit eine Rolle, wie bei
dem Tumulus von Evessen (Landkreis Wolfenbüttel) geschehen.
Dem ungefähr 800jährigen Baum maß man in älterer Zeit wundertätige Kräfte zu. So berichtet Richard Andree in
seiner Braunschweiger Volkskunde (1901) von dem damals noch lebendigen Brauch, Zahnschmerzen auf diese Linde zu übertragen. Unter Aufsagung eines bestimmten Zauberspruches musste der "Patient"
einen Nagel einschlagen, was diesen von seinem Leiden befreite. Der Baum wurde mit dem Problem anscheinend besser fertig. Die alten handgeschmiedeten Nägel sind noch im Stamm zu entdecken. (Quelle:
http://www.region-braunschweig.de/archaeo/ao-evessen-01.html )
Mit Beginn der Neuzeitca 1500 - 1600 wurde die Zahnmedizin dann langsam auf eine
wissenschaftliche Basis gestellt, bis sie den heutigen Stand erreichte